Lach doch, Gott liebt Dich!

Ich lache gerne. Es ist schön, etwas zu lachen zu haben. Und in einer Gemeinschaft, mit anderen zusammen, macht das noch mehr Freude und kann sogar ansteckend sein. Lachen eröffnet eine nonverbale Kommunikation, das kann man schon bei Säuglingen und Kleinkindern beobachten. Denn das Lachen gehört zu den wichtigsten angeborenen emotionalen Ausdrucksverhalten des Menschen. Ein Kind lacht ungefähr 400 Mal am Tag, während ein Erwachsener das nur ca. 15 Mal tut.

Wie ist das bei Ihnen, lachen Sie auch gerne?

Wie viel Raum hat das Lachen in Ihrem Leben?

Wissenschaftliche Forscher haben herausgefunden, dass Lachen gesund ist. Humor lockert das Leben auf, ja kann es verlängern, denn es hat etwas mit Lebenslust, ja mit Lebensbejahung zu tun. Götz Bolton schreibt: “Während des Lachens werden Glückshormone (Endorphine) produziert, die in die Blutbahn gelangen. Das merken wir daran, dass die Stimmung steigt. Aber Lachen bewirkt noch etwas anderes im Körper: Während Endorphine freigesetzt werden, wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin unterdrückt. Die kurzzeitigen Veränderungen im Hormonhaushalt können so stark sein, dass sie helfen Schmerzen zu lindern.”

Ich persönlich stelle fest: Wenn ich gut gelaunt bin, etwas zu lachen habe, dann geht mir die Arbeit leichter von der Hand. Dazu gehört es auch, über sich selbst lachen zu können. Es ist einfach schön, mit anderen Menschen gemeinsam lachend durch das Leben zu gehen. Zum Glück habe ich einen Beruf, in dem das eine wichtige Rolle spielt. Ich denke an meinen Religionsunterricht, auch in unseren Dienstgesprächen gibt es schon mal lustige Situationen und wir lachen gemeinsam.

Die Frauen aus dem Familiengottesdienstkreis könnten sicherlich auch einiges erzählen, wie unsere abendlichen Treffen laufen...

Bei unserem Messdienerwochenende in Bollendorf sind einige Kinder morgens zu spät gekommen. Unser Kaplan Adrian Sasmaz hat sie darauf hingewiesen und gesagt: „Dafür müsst ihr heute Abend einen Witz erzählen!“

Dennoch habe ich manchmal den Eindruck, in unserer Kirche, in unserer Pfarreiengemeinschaft wird zu wenig gelacht. Dabei bin ich überzeugt, dass Gott will, dass wir glückliche Menschen sind und zum Glück eines Menschen gehört mit Sicherheit das Lachen, Frohsinn, die Lebensfreude. Für mich ist Lachen eine Gabe Gottes. Wer lacht, nimmt sich selbst nicht zu wichtig.

Jetzt kommen die lustigen Faschingstage. Mir gefällt der Gedanke von Robert Baden Powell: “Lerne, spontaner zu sein, sage, was dir durch den Kopf geht, erzähle Witze, lächle, hab keine Angst. Dir wird nichts passieren und du wirst Spaß haben. Ein Lächeln ist der geheime Schlüssel, der viele Herzen öffnet.“
Mit einem Lächeln auf den Lippen grüße ich Sie ganz herzlich und wünsche wunderschöne lustige ausgelassene Faschingstage.

Ihr und euer Gemeindereferent
Rüdiger Glaub-Engelskirchen